Infomaniak überträgt Aktienmehrheit an eine Stiftung
Der Genfer Cloud-Anbieter Infomaniak hat zur Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit die Aktienmehrheit an eine neu gegründete, gemeinnützige Stiftung übertragen. Gemäss Mitteilung mischt sich die Infomaniak Stiftung nicht ins operative Tagesgeschäft ein, kann aber bei wichtigen Entscheidungen eingreifen. Die neue Stiftung hält die Mehrheit der Stimmrechte an der Infomaniak Group SA in Form von Spezialaktien. Eine Übernahme des Unternehmens durch einen externen Investor ist somit faktisch unmöglich, ohne die Zustimmung der Stiftung.
Dieser in der Techbranche aussergewöhnliche Schritt soll die digitale Souveränität absichern, Nachhaltigkeit fördern, statt nur die Quartalszahlen zu optimieren, und auch vor Profitmaximierung auf Kosten der Usability schützen. So sind in der Charta von Infomaniak faire Preise, offene Standards und der Verzicht auf versteckte Datenmonetarisierung zwingend vorgeschrieben.
Finanziert wird die Stiftung mit einem Anteil von bis zu fünf Prozent des Jahresgewinns von Infomaniak. Damit werden verschiedene unabhängige Projekte unterstützt, welche folgende vier Bereiche abdecken:
- Digitale Souveränität und Bildung
- Ethische Digitalisierung
- Umwelt und Biodiversität
- Energiewende
